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Schüler der Oberfrohnaer Gerhart-Hauptmann-Mittelschule stellen in Fronfeste aus


Limbach-Oberfrohna. Ein Fernsehgehäuse zieht die Blicke auf sich. Beim genaueren Hinschauen erkennt man eine Hand, die nach einer Pistole greift, eine andere umfasst ein Herz. Nancy Richter setzte in ihrer Kunst-Abschlussarbeit in der Klasse 10 ihre Gedanken zu Gewalt und Liebe im Fernsehen auf so eine unkonventionelle Weise um. Schüler der Oberfrohnaer Gerhart-Hauptmann-Mittelschule gestalten die jüngste Ausstellung in der Heimatstube Fronfeste.

Von Jan Löhrmann sind zwei Kreidezeichnungen zu sehen. Auf einem Bild zeigt er charakteristische Felsen des Elbsandsteingebirges. Sein Bild "Sonnenuntergang" dominiert ein kahler Baum. Die gelbe Sonne und ihr roter Lichtschein, den sie über die Erde wirft, wirken wie eine menschliche Gestalt. Eine aus Pappe gefertigte ägyptische Pyramide ist fantasievoll mit einem Tor ausgestattet. Dessen weit geöffnete Flügel laden gleichsam dazu ein, sich mit der mehr als 5000 Jahre währenden Geschichte des Nillandes zu beschäftigen. Kunsterzieherin Steffi Frischmann freut sich über die Exposition: "Wir haben sie langfristig geplant. Beteiligt haben sich Schüler der fünften bis zehnten Klassen. Die Auswahl war sehr schwer. Wir haben noch viele andere gute Arbeiten, für die jedoch kein Platz mehr in der Ausstellung war." Für die Kunsterzieherin ist immer wieder interessant, mit wie viel Kreativität, Fantasie und Fleiß die jungen Leute ihre Ideen im Unterricht, bei Projekttagen, in den Arbeitsgemeinschaften oder zu Hause umsetzen. Sie weist auf schmucke Vasen, Schalen und Becher, die in der erst kürzlich gegründeten Keramik-AG entstanden. Vis-a-vis hängen Kleider, die Schülerinnen aus Papier, Tapeten, Servietten gestalteten. Auch Tina Uhlig und ihre Freundin Sarah Vogel aus der achten Klasse interessieren sich für die Exponate. Tina zeigt auf eine Wohnstube mit Balkon, die sie im vorigen Jahr im Kunstunterricht schuf. Die Einrichtungsgegenstände fertigte sie unter anderem aus Streichholzschachteln und Verschlüssen von Zahnpastatuben. "Ich bin schon ein bisschen stolz, wenn das jetzt ausgestellt wird", meint Tina. "Die Schau kann ich jedem empfehlen", lacht Sarah, die eine blausilber schimmernde, aus rohrförmig zusammengedrehten Papier, CDs, Nägeln und Schrauben bestehende Installation bewundert.

"Die Schüler sollten schon früh lernen, sich mit der Sprache und der Hand auszudrücken, und keine Sache sollte zur Seite gelegt werden, bis sie sich Auge; Ohr, Verstand hinreichend eingeprägt hat", erinnert Schulleiterin Sabine Wilske an einem Ausspruch des Pädagogen und Theologen Jan Amos Comenius (1592 - 1670). "Ganz in diesem Sinne wollen wir zeigen, wie durch kreative Betätigung Wissen vermittelt werden kann. Wir wünschen uns viele Besucher, die mit weit geöffneten Augen erkennen, welches Potenzial in den Exponaten steckt", wünscht sich die Schulleiterin.

ÖFFNUNGSZEITEN

Zu sehen ist die Ausstellung dienstags von 14 bis 17.30 Uhr sowie donnerstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Freie Presse 16.09.2003 (SO)



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