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Oberfrohnaer setzen Rumpelstilzchen ins Quadrat
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Aktion „Umländer machen Schule": Theaterspieler an der Gerhart-Hauptmann-Mittelschule Oberfrohna schreiben Stücke selbst: Kinder spielen sich frei


Limbach-Oberfrohna/OT.Oberfrohna. Schüler im Umland von Chemnitz erforschen ihre Umwelt und Geheimnisse der Natur, bauen Roboter, machen Theater, richten Ausstellungen her. In einer Beitragsfolge stellt „Freie Presse" interessante Projekte vor, die Lehrer und Schüler verwirklichen.

Mitglieder der Theatergruppe der Gerhart-Hauptmann-Mittelschule Oberfrohna schreiben seit den 90er Jahren Geschichten und bringen sie auf die Bühne. Sie lernen improvisieren, kreativ sein, entdecken Talente, stärken ihr Selbstvertrauen.


Mitglieder der Theatergruppe aus der Gerhart-Hauptmann-Mittelschule Limbach-Oberfrohna proben für Weihnachten. „Rumpelstilzchen zum Quadrat" nennen sie ihr Verwirrspiel mit Grimmschen Märchen. -FOTO: A. SEIDEL

Felix aus der siebten Klasse hat sich ein Geschichte ausgedacht. Sie heißt „Rumpelstilzchen zum Quadrat" und' ist ein Verwirrspiel mit Grimmschen Märchen. Zur Zeit probt Felix mit seinen Freunden in der Theatergruppe der Gerhart-Hauptmann-Mittelschule Oberfrohna. Uraufführen wollen sie das Stück am 10. Dezember beim Adventsfest der Schule.

Die Geschichte beginnt, als Harry Zwiebeln kaufen will. Gerade da brennt dem Rumpelstilzchen das Essen an. Wutentbrannt wirft er die Pfanne aus dem Fenster. Harry bekommt sie an den Kopf und meint plötzlich, ebenfalls Rumpelstilzchen zu sein. Gespielt wird das von Erik aus der siebten und Julien aus der sechsten Klasse. „Das Stück ist lustig, weil alles so verdreht ist", meinen die Jungs.

Anna-Maria verkörpert das Schneewittchen. „Das regt sich ständig auf. Das mache ich gern. Theater spielen gefällt mir, weil ich verschiedene Charaktere ausprobieren kann und mich dabei richtig austoben kann. Am schönsten ist es, wenn wir etwas Lustiges machen und die Zuschauer lachen können", erzählt das Mädchen aus der sechsten Klasse.

Manchmal wird es auch richtig dramatisch. „Ich muss schluchzen wie ein Schlosshund, weil ich nicht spinnen kann und deshalb Zwiebeln schneiden muss", lacht Sarah. Die Sechstklässlerin spielt eine Müllerstochter, die plötzlich eine Prinzessin ist und Königin werden möchte.

Bis es soweit ist und das Stück vielleicht sogar mit einer Hochzeit endet, werden die Mitglieder der Theatergruppe noch tüchtig üben. Über den Eifer ihrer Schützlinge freut sich Deutschlehrerin Angela Braun. Ihre Theatergruppe existiert mit kurzen Unterbrechungen schon seit Anfang der neunziger Jahre.

Zumeist machen Schüler der sechsten und siebten Klassen mit. „In unserer Theatergruppe wird stets viel improvisiert. Auf diese Weise können die Mädchen und Jungen ihre Talente entdecken und entwickeln und sehr kreativ agieren", erklärt die Lehrerin.

Auch anderweitig ist das Theaterspielen sehr wertvoll: „Auf der Bühne können sich die Schüler freispielen. Das stärkt ihr Selbstvertrauen. Zudem lernen sie, laut und deutlich zu sprechen und wie man mit Lampenfieber umgeht."

Dass dies nicht nur kurzfristig Früchte trägt, ist in der Schule jedes Jahr aufs Neue zu beobachten. „Am Schuljahresende gestalten Schüler der achten Klassen das Abschlussprogramm für die Zehner. Viele, die bei dieser Gelegenheit mitmachen, haben vorher in der Theatergruppe mitgewirkt", freut sich Angela Braun.

Freie Presse 19.11.2004 VON JÜRGEN SORGE


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