26.08.2019
Naturkatastrophe bringt Schülern ferne Inseln näher
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Indonesier bedanken sich in Limbach-Oberfrohna für Spende


Von RITA TÜRPE

Limbach-Oberfrohna. „Die Tsunami-Katastrophe, die im Dezember 2004 in Südostasien etwa 300.000 Menschen das Leben kostete, die für Leid und Zerstörung sorgte, hatte auch positive Auswirkungen." Diese Aussage eines .Mannes, der im Dorf Moronge auf den indonesischen Talaud-lnseln die Flutkatastrophe nach dem Seebeben vor der Küste Sumatras miterlebte, kam für die Schüler der Gerhart-Hauptmann-Mittelschule überraschend.

Die Erklärung des evangelischen Pfarrers Firdaus Majusip leuchtete ihnen allerdings ein: „Unmittelbar nach der Flutwelle setzte eine große Welle der Hilfsbereitschaft der Menschen in Indonesien ein. Das führte zu mehr Toleranz. Zusätzlich kam Hilfe aus vielen Teilen der Welt", so der Indonesier. Nach Limbach-Oberfrohna waren er, seine Frau lbu Efi und Pfarrer Benyamin Mananora gekommen, um den Schülern persönlich für deren Spende zu danken.


Gäste aus Indonesien in der zehnten Klasse der Gerhart-Hauptmann-Mittelschule Limbach-Oberfrohna. -FOTO: A. TRUM

„Als wir gesehen haben, was die Naturkatastrophe angerichtet hat, wollten wir helfen. Unsere Klasse organisierte einen Kuchenbasar. Andere Klassen zogen nach, sammelten Geld oder organisierten ebenfalls Basare. So kamen mehr als 300 Euro für die Flutopfer zusammen", erinnerten sich Nadine Bühren und Tina Resan aus der Klasse 10 a. Sie sind froh, dass ihre Hilfe nun dort ankommt, wo man sich über das Geld und über ihr Bemühen freut.

Von ihren Gästen erfuhren sie, dass ihre Spende an die Schule von Lirung, einem Ort auf dem zur Provinz Nordsulawesi gehörenden Archipel, geht. „Auf den Talaud-lnseln gab es durch den Tsunami keine Toten. Geschützt durch Java und Sumatra, blieben sie vom Schlimmsten verschont", versicherte Udo Gedig aus Limbach-Oberfrohnas Partnerstadt Ingelheim. „Die überraschend hereinbrechende Flut und große Wellen zerstörten allerdings Hütten, Boote und viele der winzigen Äcker der Einwohner." Das Geld aus Limbach-Oberfrohna werde helfen, armen Kindern oder Flüchtlingskindern von schlimmer betroffenen Inseln das Schulgeld vorzustrecken. Auch könnten Bücher und Papier gekauft werden. Gedig kennt Talaud seit zehn Jahren und knüpfte den Kontakt mit der Limbach-Oherfrohnaer Schule.

Dieser Kontakt soll künftig gepflegt werden. „Ein weiterer Austausch ist per Brief oder auch Mail in englischer Sprache möglich. Familien, die uns besuchen möchten, sind herzlich eingeladen", versicherten die Gäste. Vorausgegangen war bei der Begegnung in der Aula der Schule ein reger Erfahrungsaustausch über den Alltag der Menschen auf den Inseln in der Nähe der Philippinen und in Limbach-Oberfrohna. „Die herzliche Art unserer Besucher ist bei den Schülern angekommen. Sie wollen persönliche Verbindungen aufrecht erhalten, haben bereits Adressen ausgetauscht", freute sich Lehrerin Sahine Wolf.



Freie Presse 01.09.2005
gunther logo  Letzte Änderung: 05.11.2007 - 07:31:47