26.08.2019
Restaurierung des Wandbildes abgeschlossen
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Neuer Glanz dank vielen Helfern: Oberfrohnaer haben ihr Wandbild wieder

Förderer der Gerhart-Hauptmann-Mittelschule sammeln 4000 Euro für Sanierung - Kunstwerk „Die Weber" 1962 entstanden - Nächstes Projekt: Bühnenvorhang


Limbach-Oberfrohna. Das große Wandbild im ersten Stock der Gerhart-Hauptmann-Schule Oberfrohna erstrahlt nach seiner Sanierung in neuem Glanz. Mitglieder des Fördervereins der Mittelschule haben für das Projekt 4000 Euro gesammelt. Am Samstagvormittag übergaben sie das Bild der Schule. Vereins-Pressesprecherin Dagmar Israel sprach von einem Gemeinschaftsprojekt: „Schüler, Einwohner von Oberfrohna, Unternehmen und auch Vereine wie der Bund der Vertriebenen haben Anteil."

An der kleinen Feier nahm auch Horst Schieke teil. Er schuf das Wandbild 1962. Der Künstler aus Oberfrohna hatte eine Szene aus Hauptmanns Drama „Die Weber" ausgewählt. In den ausgemergelten Gesichtern der dargestellten Menschen steht das harte Los der Weber geschrieben. Sie formieren sich zu einem Protestzug.


Künstler Horst Schieke zeigte am Sonnabend Caroline-Sophie Grimm, Theres Hönisch und Luisa Drummer (v.l.) einen Entwurf für sein Wandbild „Die Weber" in der Gerhart-Hauptmann- Schule Oberfrohna. -FOTO: ANDREAS SEIDEL

Schieke zeigt auch, wie unterschiedlich Menschen sich in so einer Situation verhalten. Den Zug führen zwei entschlossenen blickende Männer an. Andere stehen dem Aufstand eher abwartend gegenüber. Der Künstler sieht Parallelen, zur Gegenwart: „Wenn ich die Demonstrationen gegen den Sozialabbau sehe, hat sich eigentlich nicht viel verändert. Der Protest gegen soziale Ungerechtigkeit hat früher etwas gebracht und wird bestimmt auch heute etwas bewirken." Zudem verweist er auf Parallelen zwischen der schlesischen Leinenweberei und der Strumpfwirkerei, die viele Jahre die Wirtschaft in Oberfrohna und Limbach prägte. Auch in der Familie des Malers arbeiteten viele Vorfahren als Wirker.

Schieke, der 1926 in die Oberfrohnaer Schule eingeschult wurde, erinnerte an die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als das Gebäude in einem sehr schlimmen Zustand war. Sehr schnell rafften sich die Oberfrohnaer jedoch auf und brachten ihre Schule für ihre Kinder wieder in Ordnung. Schulleiter Horst Strohbach gab 1950, als die Bildungsstätte den Namen Gerhart Hauptmann erhielt das Wandbild in Auftrag.

In dieser schweren Nachkriegszeit, als alles knapp war, standen dem Künstler jedoch nur unzureichende Materialien zur Verfügung. Zwölf Jahre später, als das Schulhaus komplett renoviert wurde, fertigte der Maler deshalb eine neue Fassung seines Bildes an.

Schieke freute sich über die gute Arbeit von Jens Knechtel von der Firma J. K. Farbprojekt aus Limbach. Er hat mit Sorgfalt das stark verschmutzte Werk gereinigt und die im Laufe der Jahre entstandenen Fehlstellen fachgerecht rekonstruiert.

Vereinssprecherin Dagmar Israel verwies indes auf das nächste Projekt, das die Förderer angehen. „Gemeinsam mit der im Haus ansässigen Grundschule wollen wir Geld für einen Vorhang für die Bühne der schönen Schulaula sammeln. Er wird etwa 2000 Euro kosten. Unser Sparschwein ist für jede Spende offen", hofft die Pressesprecherin auf große Resonanz.

Freie Presse 22.11.2004 VON JÜRGEN SORGE





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